Kommentare zu: Männer mitgemeint https://annalist.noblogs.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/ Innenansichten Tue, 22 Apr 2008 21:56:20 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Von: SoE https://annalist.noblogs.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-594 Tue, 22 Apr 2008 21:56:20 +0000 http://annalist.noblogs.autistici.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-594 @fellow passenger: Frauen können tatsächlich im Stehen pinkeln. Sowohl mit eigenen Augen gesehen, als auch auf verschiedenen Webseiten Anleitungen gefunden (inkl. so einem kleinen Trichter, für mehr Komfort).

Die Bezeichnungen haben tatäschlich einen psychologischen Effekt. Das generische Maskulinum wird ja bei „typisch weiblichen“ Berufen nicht verwendet (Krankenschwestern etwa oder Vorzimmerdamen) und vermittelt so den Eindruck das eben bestimmte Berufe für Männer wären. Wenn man dann auf einmal durch die Bank weg von Krankenpflegern und Ingeneurinnen spricht und damit dennoch alle in diesen Feldern tätigen anspricht, verändert das durchaus die Wahrnehmung dieser Tätigkeiten.

Schließlich Frauenparkplätze. Ich bezweifle mal stark, dass alle emanzipierten Frauen die sich wünschen. Es geht dabei wohl eher um ein diffuses Sicherheitsbedürfnis das einige Frauen trifft, wenn es um dunkle, menschenleere Parkhäuser geht. Dabei werden eher Männer von Unbekannten auf der Straße etc angegriffen… Warum Frauen sich aber nun damit diskriminieren versteh ich nicht.

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Von: fellow passenger https://annalist.noblogs.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-593 Wed, 09 Apr 2008 22:51:45 +0000 http://annalist.noblogs.autistici.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-593 Es mag ungerecht sein, von einem Salzstreuer zu sprechen, statt von einer Salzstreuerin. Ich denke man (das meint die Menschen), muß das ebenso akzeptieren, wie den Umstand, daß die Männchen unserer Spezies im Stehen Wasser abschlagen können, während die Weibchen sich dazu in die Hocke begeben müssen.

Daß Buben für die gleiche Tätigkeit höher bezahlt werden als Mädchen ist ebenfalls ungerecht, aber auch tatsächlich ein guter Grund etwas daran zu ändern.

Das über Schreibweisen regeln zu wollen erscheint mir allerdings absurd. Die Geisteshaltung mag vielleicht die Sprache beeinflussen, aber umgekehrt wird doch kein eingefleischter Macho zum Frauenversteher, wenn er an jedes maskuline Substantiv „Innen“ anzuhängen genötigt wird.

Zudem frage ich mich, warum gerade emanzipierte Frauen sich selbst diskriminieren, indem sie beispielsweise Frauenparkplätze für nötig erachten.

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Von: Anne Roth https://annalist.noblogs.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-592 Fri, 04 Apr 2008 23:28:04 +0000 http://annalist.noblogs.autistici.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-592 ..an Jan Schmidt, den interviewten Wissenschaftler. Mir ging es um den Tsp-Artikel, nicht Deine Studie bzw. mehr um die Fragen als Deine Antworten. Das hätte ich deutlicher machen sollen. Deine Studie habe ich nämlich noch gar nicht gelesen, aber das hole ich noch nach.

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Von: Karina Marlena Sareyka https://annalist.noblogs.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-591 Fri, 04 Apr 2008 15:38:15 +0000 http://annalist.noblogs.autistici.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-591 zu dem Thema habe ich etwas Feines, wenn vielleicht auch nicht unbedingt zu obigem Artikel passend, aber…
http://tillieulenspiegelin.wordpress.com/…versa/

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Von: Jan Schmidt https://annalist.noblogs.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-590 Fri, 04 Apr 2008 11:02:49 +0000 http://annalist.noblogs.autistici.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-590 hier ist der interviewte Wissenschaftler.. 😉

„Und wie kann es anders sein: die Mädels schwatzen über belangloses Zeug und die Jungs schreiben mehr so Inhaltliches. Thema: bloggen Frauen anders? Ist die Welt eine Scheibe?“

Hmm, ich weiß nicht, ob ich in dem Interview so rüberkomme, als würde ich das meinen. Wenn ja, wäre das schade – mir ist eigentlich wichtig, genau auf diese verzerrte Wahrnehmung hinzuweisen: dass Frauen vermeintlich banal und Männer vermeintlich relevant bloggen würden. Das hat meines Erachtens tatsächlich viel mit der Trennung von öffentlich und privat zu tun, und mit der Art, wie in der Blogosphäre (Aufmerksamkeits-)Hierarchien entstehen.

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Von: nosy https://annalist.noblogs.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-589 Fri, 04 Apr 2008 10:09:15 +0000 http://annalist.noblogs.autistici.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-589 guggst du

http://sushee.schreibsturm.org/

hm, naja…Alltag _und_ Technik…wie passt das denn jetzt wieder ins Klischee? 😉

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Von: Markus https://annalist.noblogs.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-588 Wed, 02 Apr 2008 15:49:04 +0000 http://annalist.noblogs.autistici.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-588 Ich kann Martin nur zustimmen. Die Zeit, wo man darüber nachdachte, nur ja paritätisch zu schreiben, ist vorbei, Inhalt ist wieder das, woraus es ankommt. Und jede Person sollte so schreiben, wie sie natürlicherweise spricht.

Und was das große I mitten in den Wörtern betrifft, die sind nach alter wie neuer Rechtschreibung falsch. Und wie (m)ein Kollege drauf kommt, das mit dem Wort Kolleginnen die männliche Form mitgemeint sein könnte, nur weil er einen Phallus (I) reinmalt, ist mir immer noch schleierhaft.

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Von: Also nochmal https://annalist.noblogs.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-587 Wed, 02 Apr 2008 08:17:17 +0000 http://annalist.noblogs.autistici.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-587 da du ja anscheinend nicht die zeit hattest dir babondo.com genauer anzusehen, will ich den zusammenhang am besten nochmal langsam und deutlich erklären, damit es jeder mitbekommt:

Wenn man sich daran stört dass man stärker beobachtet wird als einem lieb ist, was macht man denn dann am besten ? eine möglichkeit ist, es allen freundINNEN zu erzählen damit man sein eigenes gewissen beruhigen kann. das ändert nur leider garnichts an der situation.

eine andere möglichkeit ist, die überwachung an sich ad-absurdum zu führen, z.b. indem man sein eigenes tun freiwillig und für alles sichtbar irgendwie veröffentlicht. leider ändert auch dass nichts an der situation, aber es geht schon mal ein ganzes stück weiter als nr.1

und noch eine möglichkeit ist die methoden, verfahren und werkzeuge, die die überwachung erst möglich machen ALLEN zur verfügung zu stellen, nicht nur den überwachern. denn überwachungstechniken sind nur deshalb ein problem weil sie nur speziellen behörden zur verfügung stehen, und nicht von privatpersonen im selben umfang genutzt werden können. denn wenn dass so wäre, dann könnte man ganz plötzlich die übwachungswerkzeuge gegen die überwacher selbst richten und damit ihre besondere machtposition aufheben. denn was wäre wenn der kleine anonyme bka beamte hinter seinem analysebildschim plotzlich merkt dass seine zielperson (zu überwachende person) seine eigene telefonnummer kennt, weiss auf welchen websiten er sich angemeldet hat, welche hobbies er pflegt und ob ihn vor kurzem seine freundin verlassen hat, bzw er eine in einer singlebörse sucht ?

und genau dass passiert, zugegebenermassen nur ansatzweise, auf babondo.com.

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Von: Anne Roth https://annalist.noblogs.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-586 Tue, 01 Apr 2008 22:32:30 +0000 http://annalist.noblogs.autistici.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-586 Zensur, weil mir nicht klar werden wollte, was eine Singlebörse mit Bezug zu Facebook mit meinem Blog zu Überwachung zu tun hat. Das sah mir doch arg nach Werbung aus, gebe ich zu. Und die streiche ich tatsächlich.

„nicht themenfremd“ – da fehlt mir gerade zugegeben der Blick für die thematische Verwandschaft. Wir sind alle Männer, Frauen und suchen andere? Und überwachen die Umgebung, um sie zu finden? Als Tip für unglückliche ObservationsbeamtInnen? Keine schlechte Idee vielleicht.

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Von: Christine https://annalist.noblogs.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-585 Tue, 01 Apr 2008 12:13:11 +0000 http://annalist.noblogs.autistici.org/post/2008/04/01/m-nner-mitgemeint/#comment-585 Danke für den interessanten Beitrag.:-)
In meiner Diplomarbeit waren auch Männer mitgemeint. Bei der Recherche ist mir aufgefallen, dass das anscheinend in der englischen Literatur verbreiteter ist als bei uns. Aber ich benutze auch manchmal aus ästhetischen Gründen die männliche Variante.
Und was ist eigentlich mit dieser These: Die hohe Kunst ist es, fundierte Informationen unterhaltsam zu verpacken. Und Frauen fällt es leichter als Männern, literarisch zu schreiben, oder es steht ihnen näher, weil sie mehr lesen. (Statistisch gesehen sind sie doch die größte KundInnengruppe des Buchhandels?)?? Und weil sie häufiger als Männer Geisteswissenschaften studieren?

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