Kommentare zu: Freiheit statt Angst in Berlin https://annalist.noblogs.org/post/2010/09/13/freiheit-statt-angst-in-berlin/ Innenansichten Fri, 02 Sep 2011 08:58:12 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Von: Schwarze Katze https://annalist.noblogs.org/post/2010/09/13/freiheit-statt-angst-in-berlin/#comment-34171 Fri, 02 Sep 2011 08:58:12 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=866#comment-34171 @anne: Natürlich ist Überwachung nicht ausschließlich ein Kapitalismus-Problem. Einige der übrigen Kritikfelder werden ja auch von den bürgerlichen Organisationen/Blöcken ganz gut vermittelt. Du hattest oben Amnesty für Polizeigewalt genannt und es lassen sich noch weitere inhaltliche Überschneidungen finden: Mich persönlich freut z.B., dass ver.di mittlerweile das so genannte Beschäftigtendatenschutzgesetz ebenfalls als Dammbruch/Feigenblatt für Überwachung und Kontrolle am Arbeitsplatz wahrnimmt. Wir wollten dieses Jahr aber auch bewusst einen Schwerpunkt auf soziale Kontrolle legen, die natürlich mit den Produktions-/Reproduktionsverhältnissen einhergeht.

Zu den Kapuzenpullis: Diese stereotype Zuschreibung (männlich, jung, schwarze Kleidung, Kapuzen) stammt doch von Ralf und kann deshlab am besten von ihm erklärt werden. Ich habe das Zitat als Unterschrift gewählt, weil es irgendwie auch ganz gut zu den von dir angesprochenen weiteren Herrschaftsverhältnissen (Geschlecht, Subkultur etc.) innerhalb der Gesellschaft passt.

Randnotiz: Leider wurden im vorherigen Posting die „-Zeichen in /-Zeichen umgewandelt. Ich bitte diesen Fehler zu entschuldigen.

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Von: anne https://annalist.noblogs.org/post/2010/09/13/freiheit-statt-angst-in-berlin/#comment-33819 Mon, 29 Aug 2011 22:26:27 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=866#comment-33819 @Schwarze Katze
Najaaa. Das ehrt mich zwar, aber abgesehen vom geänderten Titel läuft es doch weiter darauf hinaus, dass es ein Kapitalismus-Problem ist, oder?

Bei der Demo bin ich natürlich, warum auch nicht. Aber die Erklärung zu den Kapuzenpullis hätte ich, wenn überhaupt, dann doch lieber von Euch. Ralf zu fragen wäre mir ein bisschen zu albern, muss ich sagen. Oder was versprecht Ihr Euch (oder mir) davon?

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Von: Schwarze Katze https://annalist.noblogs.org/post/2010/09/13/freiheit-statt-angst-in-berlin/#comment-33726 Sun, 28 Aug 2011 18:15:32 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=866#comment-33726 Liebe Anne,

wir haben dieses Jahr deinen impliziten Wunsch (siehe obiger Text) mal aufgegriffen. Deshalb gibt es am 10.09. einen „Linksradikalen Block“: http://outofcontrol.blogsport.de/2011/08/20/uns-wirds-zu-bunt-ueberwachungsstaaten-wegputzen/

Ich hoffe du bist trotzdem dabei 😉

Solidarische Grüße, von den \Jungs mit den schwarzen Kapuzenpullis\ (frag mal Ralf Bendrath nach diesem Zitat).

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Von: Zum netzpolitischen Wochenende « meta . ©® . com https://annalist.noblogs.org/post/2010/09/13/freiheit-statt-angst-in-berlin/#comment-7328 Sun, 28 Nov 2010 23:58:11 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=866#comment-7328 […] bleibt abzuwarten und hängt nicht zuletzt auch von der Netzbewegung selbst ab, die auch nach einer kleineren Freiheit statt Angst 2010 noch in der Lange ist, Themen zu setzen und Forderungen. Die Rede von Monty Cantsin auf der […]

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Von: jenny https://annalist.noblogs.org/post/2010/09/13/freiheit-statt-angst-in-berlin/#comment-3100 Fri, 17 Sep 2010 22:23:19 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=866#comment-3100 @anne
bei 911 gibt es wirklich nichts zu sehen. bitte schließen Sie ihre Augen und gehen wortlos vorbei. Falls ihre Kinder Sie fragen werden warum Sie schwiegen schlagen Sie Ihnen bitte aufs Maul! Danke

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Von: anne https://annalist.noblogs.org/post/2010/09/13/freiheit-statt-angst-in-berlin/#comment-3035 Wed, 15 Sep 2010 23:04:49 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=866#comment-3035 @Conny S.

Ich halte auch viel vom Druck von der Straße. Ohne geht es bestimmt nicht. Aber Sympathie für die zu haben, die gegen Kapitalismus sind, bedeutet ja deswegen nicht, nicht kritisch nachzufragen. Und zu der wieder aufgetauchten Hauptwiderspruchsgeschichte habe ich noch keine gute Erklärung gefunden. Auch ich habe in meinem Leben viel Zeit mit so ‚Kleinkram‘ wie der Betitelung von Bündnissen verbracht, und genau deswegen glaube ich nicht, dass die Bezeichnung gewissenmaßen versehentlich entstanden ist. Wenn hier ‚antikapitalistisch‘ für inhaltliche Nähe zu Triple Oppression steht, dann verstehe ich das noch viel weniger.

Ob ich eine Alibi-Funktion hatte, müssen andere beantworten. Und meine Abneigung? Ich habe eine Abneigung gegenüber in Marschformation auftretenden quasi-uniformierten jungen mehrheitlich Männern, ja. Und ich kenne alle guten Gründe, bei Demos nicht identifiziert werden zu wollen, auch. Ich bin kein Fan von Demonstrationsformen, die scheinbar wenig Interesse daran haben, bei ihrer Umgebung auf Verständnis zu stoßen, weil sich mir der Sinn davon nicht erschließt. Und verweise auch gern auf die Demonstrationskultur in Italien oder Frankreich, weil das demonstrativer ist als entspannte Spaziergänge. Aber auch demonstrativer als etwas, was mich an die Schildkrötentaktik der Römer bei Asterix & Obelix erinnert.

Nur weil ich etwas kritisiere, heißt das ja noch lange nicht, dass ich mich in die gesellschaftliche Mitte verabschiedet hätte. Die Kritik kann dann gern raus- oder reingelesen werden, kein Problem.

Aus dem Lautsprecherwagen kam das „A-Anti-..“ übrigens nicht, sondern wurde von denen gerufen (also, einigen, sicher nicht allen), die in dem Block waren.

Ganz nebenbei: die Bezeichnung Antikapitalistische Linke steht ja auch nicht zwingend für ein distanziertes Verhältnis zu Parteipolitik: http://www.antikapitalistische-linke.de/

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Von: Conny S. https://annalist.noblogs.org/post/2010/09/13/freiheit-statt-angst-in-berlin/#comment-3028 Wed, 15 Sep 2010 15:34:35 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=866#comment-3028 Auch wenn ich mich nicht mehr schwarz anziehe, wenn ich auf Demos gehe, habe ich doch mehr Sympathien für einen „Antikapitalistischen Block“ als für einen Partei-Block. Schließlich gehen viele auf die Straße, weil sie einsehen, dass Parteien in Parlamenten und Abgeordnetenhäusern nichts taugen bzw. dass der Druck von der Straße kommen muss. Beim Vorbeiziehen hörte ich vom Lautsprecherwagen des Antikap-Blocks keine Parolen wie „A-Anti-Anticapitalista“, sondern einen Beitrag, in dem es über Flüchtlinge ging. Insofern ist der Antikap-Block wohl ein Demo-Block, der dem triple-oppression-Ansatz nahe steht. Früher gab es auf unseren Demos noch Frauenblöcke (wo sind die hin?), aber triple-oppression-Blöcke gab nie. „Linksradikaler“ oder „Revolutionärer Block“ wäre eine Alternative. Wir wissen jedoch alle wie schwer es ist, sich in Bündnissen auf ein Motto zu einigen.

Die Mehrheit der Demoteilnehmer_innen waren eindeutig nicht Antikapitalist_innen sondern Männer. Und du hattest leider wieder einmal die Alibi-Funktion. Das schmälert nicht deine Rede, ganz und gar nicht. So läuft es eben in unseren Zusammenhängen: Wir brauchen bei diesem Männerüberschuss eine Frau als Rednerin oder wenigstens als Moderatorin, heißt es häufig – du wirst es auch aus deiner politischen Arbeit kennen. Egal. Zwischen den Zeilen liest man übrigens schon irgendwie eine kleine Abneigung gegenüber dem linksradikalen Block heraus, finde ich – und das mache ich nicht an Gänsefüßchen fest.

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Von: anne https://annalist.noblogs.org/post/2010/09/13/freiheit-statt-angst-in-berlin/#comment-3011 Tue, 14 Sep 2010 19:42:19 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=866#comment-3011

Rotfuchs :
Warum schreiben Sie antikapitalistischer Block in Anführungszeichen? Ist das so distanzierend gemeint wie vormals die Anführungszeichen der Springerpresse um DDR?

Darf ich das als Absicht werten, mich auf eine Stufe mit der Springerpresse zu stellen? Interessant. Wieso ausgerechnet dieser Vergleich?

Dass ich nichts gegen AntikapitalistInnen habe, müsste sich eigentlich zumindest grob aus meinen Texten ergeben. Zu der Bezeichnung habe ich Fragen, die direkt unter der Benennung samt Anführungszeichen stehen. Ansonsten ist es aber einfach eine Methode, den Eigennamen zu kennzeichnen. Die nennen sich selber so.

@meee

Das finde ich nicht plausibel. Wieso haben Kontrolle/Überwachung/Sicherheit mehr mit Kapitalismus zu tun als, sagen wir, Rassismus? Oder verschiedene andere Herrschaftsverhältnisse?

@Hus.

Najaaa. Ich könnte mir vorstellen, dass die Piraten auch für sich reklamieren, die meisten TeilnehmerInnen gestellt zu haben. Und Fussballfans waren z.B. auch in wirklich beeindruckender Zahl da.

Zu behaupten, dass andere Bündnis-Beteiligte keine Inhalte vermittelt hätten, finde ich enorm arrogant. Dass Themen wie politische Prozesse, die Razzien und Polizeigewalt vorkamen, ist sicher eine gute Sache, aber nicht zuletzt z.B. Amnesty hat sich – wesentlich aufwendiger – gerade das Thema Polizeigewalt auf die Fahne geschrieben. Dazu gab es zig Themen, die von verschiedenen Gruppen des Bündnisses benannt und beschrieben wurden. Das dumpf gebrüllte „A-Anti-Anticapitalista“ vermittelt jedenfalls keine Inhalte und überzeugt wohl auch kaum wen von.. was eigentlich?

Schießlich: wozu soll es gut sein, anderen (BündnispartnerInnen) zu erklären, dass nur die „AntikapitalistInnen“ (auch hier in Häkchen als Eigenbezeichnung, schließlich sind auch andere antikapitalistisch, die ich hier aber nicht meine) ganz toll sind? Oder wie sonst ist Dein Kommentar gemeint? Dass die ‚antagonistische Linke‘ (?) das Thema wichtig findet, setze ich einfach mal voraus. Und das ist ja auch gut so.

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Von: Hus. https://annalist.noblogs.org/post/2010/09/13/freiheit-statt-angst-in-berlin/#comment-3005 Tue, 14 Sep 2010 13:26:35 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=866#comment-3005 Stimmt, die Demo war erwartungsgemäß viel kleiner als letztes Jahr. Der sogenannte Antikapitalistsche Block jedoch nicht. Das zeigt – egal wie man zu ihm steht -, dass die antagonistische Linke das Thema der Demonstration nach wie vor für wichtig erachtet. Gut 15% der Demoteilnehmer waren im Antikapitalistischen Block – kein anderes Bündnis hat so viele Menschen mobilisiert und angezogen. In diesem Block wurde auch das Verfahren gegen drei Leute thematisiert, die verurteilt wurden wegen Brandstiftung von Bundeswehrfahrzeugen. Thema waren auch die Razzien in Berliner Buchläden (wegen Presseerzeugnissen!!!) und Polizeigewalt. Über das alles wurde auf dem Rest der Demo geschwiegen, was daran liegt, dass an vielen anderen Stellen des Demozugs gar keine Inhalte vermittelt wurden.
Hier ein Artikel zum Antikapialistischen Block: http://de.indymedia.org/2010/09/289848.shtml

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Von: meee https://annalist.noblogs.org/post/2010/09/13/freiheit-statt-angst-in-berlin/#comment-3001 Tue, 14 Sep 2010 11:37:36 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=866#comment-3001 Warum „Antikapitalistischer Block“? Weil es hier um Kapitalismus und nicht um Nazis (= Antifa) oder sonstwas geht?!!

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