Kommentare zu: Deutsche Medien bestehen vor allem aus Männern https://annalist.noblogs.org/post/2010/10/22/deutsche-medien-bestehen-vor-allem-aus-mannern/ Innenansichten Thu, 04 Nov 2010 17:47:45 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Von: James T. Kirk https://annalist.noblogs.org/post/2010/10/22/deutsche-medien-bestehen-vor-allem-aus-mannern/#comment-5323 Thu, 04 Nov 2010 17:47:45 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1065#comment-5323 Hallo Anne,

wie kommst Du darauf, daß der Journalistinnenbund seriös sei? Schau Dir doch mal die Studienkonzeption an. Diese wimmelt nur so von ideologischen Verwerfungen.

Ich entwickle keine Theorien, sondern übe konkrete Kritik. Es wäre schön, wenn Du darauf mal eingehst.

Könntest Du mir einmal konkret plausibel machen, warum die Situation von Frauen in den Medien „unwürdig“ ist? Woran machst Du dies fest? Wenn beispielsweise nur 21% der namentlichen Nennungen in Nachrichten auf Frauen fallen, so kann dies daran liegen, daß es weniger bedeutende weibliche Politiker gibt. Dieser Umstand kann also völlig legitime, nicht zu beanstandende Ursachen haben.

Könntest Du mir bitte schildern, woran die Autoren dieser „Studie“ festmachen, ob bestimmte Darstellungen „Stereotype“ verstärken oder abschwächen? Du zitierst doch diese angeblich seriöse „Studie“, die in Deutschland von einem Frauen-Interessenverband durchgeführt wird. Also hältst Du sie offensichtlich für glaubwürdig. Und Du hinterfragst sie sicherlich intensiv.

Wie will man diese Zuordnungen seriös feststellen? Aus den Schilderungen geht ebenfalls hervor, daß die Studienmacher „Stereotype“ als negativ einstufen. Damit ist diese Studie schon vollkommen lächerlich, da man eine solche Einschätzung überhaupt nicht begründen kann. Ebenso wenig, daß nichtstereotype Darstellungen etwas Positives seien. Daß eine Studie auf solchen unwissenschaftlichen Wertungen und Einordnungen basiert, macht mich schon sehr nachdenklich.

Also, es wäre nett, wenn Du mir erklärst, wie man einordnen will, daß diese oder jene Darstellungen „Stereotype“ verstärken oder nicht, also Menschen nach Konsum solcher Zusammenhänge in ihrem Verhalten beeinflussen und man dieses Verhalten tatsächlich auf diesen Konsum zurückführen kann. Des weiteren würde ich gerne wissen, was daran schließlich explizit schlimm wäre, wenn eine Darstellung ein Stereotyp tatsächlich bestärkt. Wie ließe sich solch eine Einschätzung begründen?

Diese Studie besteht aus völlig lächerlichen und willkürlichen Wertungen, daß es einem nur die Sprache verschlägt, wie man so etwas als wissenschaftlich bezeichnen kann und wie „Wissenschaftler“ dazu in der Lage sind, so etwas bei vollem Bewußtsein durchzuziehen.

Wer allerdings mit dem gegenwärtigen Zeitgeist vertraut ist und der Dynamik von Ideologien, den wundert so etwas überhaupt nicht.

Es würde mich freuen, wenn Du trotz meiner harschen Kritik diesen Beitrag nicht löschst und darauf eingehst. Es wäre schön, wenn Du Dir die geistige Freiheit erwirbst, diese „Studie“ und die darin enthaltenen Konstruktionen bedingungslos zu hinterfragen. Es kommt ja darauf an, die impliziten Wertungen und Lügen solcher Studien aufzudecken bzw. die mögliche Unseriosität und Falschheit von angeblich wissenschaftlichen Ergebnissen voll und ganz einzuräumen und zuzulassen.

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Von: Claudia https://annalist.noblogs.org/post/2010/10/22/deutsche-medien-bestehen-vor-allem-aus-mannern/#comment-4685 Wed, 27 Oct 2010 14:15:09 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1065#comment-4685 Solang es Männer sind die gut aussehen ist es doch kein Problem. und wir Frauen sind nicht in den Medien sondern sehen sie uns an 🙂

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Von: Zahnwart https://annalist.noblogs.org/post/2010/10/22/deutsche-medien-bestehen-vor-allem-aus-mannern/#comment-4678 Wed, 27 Oct 2010 10:18:44 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1065#comment-4678 Dass nahezu alle wichtigen deutschsprachigen Chefredaktionen männlich besetzt sind (vgl. http://bandschublade.wordpress.com/2010/10/20/the-geeks-shall-inherit-the-earth/, ungefähr ab der Textmitte), ist vielleicht gar nicht das Problem, da äußert sich tatsächlich der von Daniel Bröckerhoff geschilderte Karriereknick Schwangerschaft. Das viel größere Problem ist meiner Meinung nach, was für ein Männerbild diese Chefredakteure repräsentieren: ein Männerbild, das ungebrochene Maskulinität feiert, an keiner Stelle angekränkelt von Queernessdiskussionen und Gendertrouble. Ein Männerbild, von dem ich eigentlich erwartet hatte, dass es längst entsorgt wäre. Stattdessen winken diese Chefredakteure dann fröhlich Zeitschriftenkonzepte wie „Business Punk“ durch.

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Von: Lisi https://annalist.noblogs.org/post/2010/10/22/deutsche-medien-bestehen-vor-allem-aus-mannern/#comment-4564 Mon, 25 Oct 2010 14:56:46 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1065#comment-4564 @Daniel Bröckerhoff
Dieses Phänomen ist jedoch leider nicht nur im Journalismus zu beobachten! Ich denke, dass es allen Frauen mit akademischen Abschluss und einem Minimum an Anerkennung in ihrem Berufsfeld schwer fällt in die Babypause zu gehen!

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Von: Christian https://annalist.noblogs.org/post/2010/10/22/deutsche-medien-bestehen-vor-allem-aus-mannern/#comment-4499 Sun, 24 Oct 2010 07:24:28 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1065#comment-4499 @Helga

Ich habe mir die Seite vor der Frage durchgelesen, aber nichts dazu gefunden. Eine Nachfrage nach den Grundlagen muss nicht gleich Kritik sein, ich möchte zunächst einfach mal wissen, was dort einfließt. Das ist ja wohl ein berechtigtes Anliegen. Es würde mich eben interessieren, was sie ihrer Studie zugrunde gelegt haben, was sie als Geschlechterstereotypen behandelt haben, weil ich die Abgrenzung da gar nicht so einfach finde.
Interessant wäre ja auch ob für Frauen positive Stereotyypen oder nur negative in die Bewertung einfließen, gibt also ein Mann, der einer Frau die Tür aufhält oder ein Mann, der eine Frau beschützt hat einen Punkt bei Aufrechterhalten von Stereotypen (Stichwort „benevolent Sexism“)
Momentan würde ich Kirk widersprechen, ob es unwissenschaftlich ist und ideologiecharakter hat kann man gegenwärtig eben gerade nicht machen. Vielleicht sind die Kriterien ja sorgfältig ausgewählt und geben tatsächlich ein gutes Bild der Medienlandschaft in Deutschland wieder.

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Von: anne https://annalist.noblogs.org/post/2010/10/22/deutsche-medien-bestehen-vor-allem-aus-mannern/#comment-4475 Sat, 23 Oct 2010 21:10:22 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1065#comment-4475 Jungs, anstatt Eure eigenen „Theorien“ darüber zu entwickeln, warum und wie die Untersuchung unwissenschaftlich oder sonst blöd sei: guckt sie Euch doch einfach mal an, wie Helga schon schrieb. Und wenn das nicht hilft, fragt diejenigen, die mitgemacht haben. In Deutschland koordiniert der Journalistinnenbund, lässt sich im 10-seitigen Länderbericht recht einfach rausfinden. Das ist ein Journalistinnen-Netzwerk, völlig seriös, und sicher auch bereit, Fragen zu beantworten.

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Von: Mädchenmannschaft » Blog Archive » “Ich verstecke mich nicht hinter meinen Brüsten” – die Blogschau https://annalist.noblogs.org/post/2010/10/22/deutsche-medien-bestehen-vor-allem-aus-mannern/#comment-4473 Sat, 23 Oct 2010 20:34:07 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1065#comment-4473 […] dazu schreibt annnalist über die Situation von Frauen in den Medien: “Ein Prozent der […]

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Von: James T. Kirk https://annalist.noblogs.org/post/2010/10/22/deutsche-medien-bestehen-vor-allem-aus-mannern/#comment-4471 Sat, 23 Oct 2010 20:04:53 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1065#comment-4471 Liebe Helga,

woran machst Du fest, daß Christian „rumjammert“?

Könntest Du das mal erklären?

Dies sind doch berechtigte Fragen.

Ich finde die Kriterien in jedem Falle auch sehr fragwürdig. Da eine Zuordnung, wie sie in der Studie vorgebracht wird, meines Erachtens nicht seriös zu begründen ist.

Offensichtlich werden „stereotype“ Darstellungen per se als negativ eingestuft. Dies halte ich für extrem unglaubwürdig und unseriös.

Wie wollen die Studienmacher begründen, daß angeblich „nicht stereotype“ Beiträge tatsächlich solchen „Stereotypen“ entgegenwirken? Wie wollen sie begründen, daß von ihnen als „stereotyp“ eingestufte Beiträge tatsächlich wiederum von ihnen eingestufte „Stereotype“ begünstigen und fördern.

So etwas ist für mich an Unwissenschaftlichkeit nicht zu überbieten und zeigt deutlich den Ideologiecharakter solch einer Studie. Sie beruht auf willkürlichen und beliebigen Zuschreibungen und Verknüpfungen, die ideologischen Bedürfnissen entsprechen.

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Von: Helga https://annalist.noblogs.org/post/2010/10/22/deutsche-medien-bestehen-vor-allem-aus-mannern/#comment-4401 Fri, 22 Oct 2010 20:39:19 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1065#comment-4401 @Christian: Der Link zum Projekt ist im Text. Beim Klick darauf findest du diverse Berichte von kurz und knapp bis ausführlich. Da sind auch detaillierte Erklärungen drin! Und ein fetter Button CONTACT US. Wenn Du Fragen hast, stell sie doch direkt, statt rumzujammern.

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Von: Christian https://annalist.noblogs.org/post/2010/10/22/deutsche-medien-bestehen-vor-allem-aus-mannern/#comment-4367 Fri, 22 Oct 2010 12:39:12 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1065#comment-4367 „Ein Prozent der Nachrichten-Beiträge in Deutschland wirken Geschlechter-Stereotypen entgegen.“

Kann man irgendwo nachlesen, wie diese Prozentzahlen zustande kommen? Was ist ein „entgegenwirken?“ Welche Sterotypen sind gemeint?

Würde es Deutschland zB bei der Verstärkung der Geschlechterunterschiede runterziehen, wenn sich jemand in der Debatte um das Sorgerecht in diesem Jahr gegen ein gemeinsames Sorgerecht ausspricht?

Ist ein Interview mit einem männlichen Vertreter der Wirtschaft bereits eine Verstärkung?

Zählen als Stereotype auch Aussagen wie „Männer sind im Schnitt kräftiger als Frauen?“

Ich habe auf den verlinkten Seiten nichts zu den Grundlagen für die Zahlen gefunden. Vielleicht kann mir da jemand einen Tipp geben.

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