Kommentare zu: Mühsam nährt sich das Quoten-Hörnchen https://annalist.noblogs.org/post/2011/02/09/muhsam-nahrt-sich-das-quoten-hornchen/ Innenansichten Mon, 25 Apr 2011 15:11:52 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Von: Mondschein: Frauenquoten https://annalist.noblogs.org/post/2011/02/09/muhsam-nahrt-sich-das-quoten-hornchen/#comment-22005 Mon, 25 Apr 2011 15:11:52 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1421#comment-22005 […] Wißt ihr was? Quoten sind dummes Zeug. Vergessen wir also den eingangs aufgestellten Vorsatz, eine 50%-ige Frauenquote in der Blogroll einzuhalten! Überhaupt sind Arne Hoffmanns Argumentein diesem Bereich überzeugender als Anne Roths. […]

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Von: moni https://annalist.noblogs.org/post/2011/02/09/muhsam-nahrt-sich-das-quoten-hornchen/#comment-15177 Fri, 11 Feb 2011 18:13:53 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1421#comment-15177 @hundimpeter
Weil die Frage ist, ob es der Gerechtigkeit dient oder eine Blendgranate ist.

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Von: hundimpeter https://annalist.noblogs.org/post/2011/02/09/muhsam-nahrt-sich-das-quoten-hornchen/#comment-15064 Thu, 10 Feb 2011 23:16:43 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1421#comment-15064 Was ich nie verstanden hab an der wirtschaftlichen Begruendung ist: Was ist, wenn sich doch mal rausstellt, dass das auf $Minderheit nicht zutrifft? Warum wird nicht einfach argumentiert, Hey, uns ist das einfach aus Gerechtigkeitsgruenden so wichtig, wir machen das deshalb.

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Von: moni https://annalist.noblogs.org/post/2011/02/09/muhsam-nahrt-sich-das-quoten-hornchen/#comment-14944 Wed, 09 Feb 2011 23:16:00 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1421#comment-14944 Jorges, zumindest, was die Minderheit sozial(-ökonomisch) benachteiligter an den Unis angeht: dieses Problem lässt sich nicht durch eine wie auch immer geartete Gestzesinitiative lösen. Das hängt bzgl. der sozialen Selektion (die gerne als Leistungsselektion propagiert wird) mit institutionellen Systemen zusammen (das 3-gliedrige Schulsystem, in dem das Gymnasium die parasitäre Spitze ist, insofern es die anderen Schulen braucht um die, mit denen das Gymnasium nicht fertig wird, aufzunehmen), das hängt aber auch an einer Gesellschaft, deren „Elite“ (d.h. herrschende You-name-it) ein großes Interesse an dieser sozialen Selektion hat. Es hängt mit der ganzen Seinsweise dieser „Elite“ zusammen, die weit mehr Vorraussetzung zum Einstieg in die Unis und die Gymnasien ist als es die blanke fachliche Leistung ist. Man muss vor allem deren Seinsweise drauf haben oder zumindest durchhalten (das ist Sprache, Gesten, Haltung, der sogenannte „elaborierte Code“ usw.). Eine Sozialquote, so nett die Idee dahinter sein könnte, bringt bestenfalls gar nichts, schlimmstenfalls verblendet es („Jetzt ist alles in Butter!“).

Die Frage ist, wieviel davon analog zur Frauenquote gesagt werden kann und muss. Eine soziale Selektion ist definitv jene des Gebärenden-Arguments, gleichwohl diese Selektion als Leistungsselektion daherkommt („Frauen können potentiell nicht soviel arbeiten wie ein Mann“ was aber umgewendet werden kann in: „Frauen machen die selbe Arbeit in weniger Zeit.“). Ebenfalls eine soziale Selektion ist „Frauen können nicht so organisiert arbeiten wie Männer“, was freilich auch als Leistungsselektion gesagt wird (wobei es einfach heißt: die Männer kommen nicht ganz klar mit einer Veränderung ihrer traditionellen Arbeitstechnik, auch bzgl. weniger Arschkriechen, weniger strengen Hierarchien, weniger „Dein Leben für die Firma!“ etc.).

Eine Quote allein jedenfalls bringt nichts, weil eine „Top-down“-Politik nicht das Problem einer sozialökonomischen („Stallgeruch? Raus aus dem Gymi!“) oder sexistischen („Kriegt Kinder? Raus aus der Firma!“) Top-down-Denke lösen kann, vor allem dann nicht, wenn sich sonst nichts verändert, also die Arbeitsstrukturen dieselben bleiben ebenso wie die Voraussetzungen zu deren Zugang, die übrigens schon im Kindesalter beginnen: Gerechtigkeitsquote für die KiTa („Soviel Gerechtigkeit muß sein!“)? Anti-Ungerechtigkeitsquote („Weniger Gerechtigkeit darf nicht sein!“)?

Ein Problem ethischer Ratlosigkeit und moralischer Mutlosigkeit. Aber auch eines komplexer sozialer Härte und Kälte.

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Von: Die Politik » Mühsam nährt sich das Quoten-Hörnchen https://annalist.noblogs.org/post/2011/02/09/muhsam-nahrt-sich-das-quoten-hornchen/#comment-14936 Wed, 09 Feb 2011 21:45:00 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1421#comment-14936 […] Mühsam nährt sich das Quoten-Hörnchen […]

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Von: Jorges https://annalist.noblogs.org/post/2011/02/09/muhsam-nahrt-sich-das-quoten-hornchen/#comment-14917 Wed, 09 Feb 2011 17:24:40 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1421#comment-14917 Da ich hier viele Leser Pro-Frauenquote vermute, nutze ich mal die Gelegenheit für eine Frage: Es gibt ja viele Ungleichgewichte in der Gesellschaft: Nicht nur Frauen in Führungspositionen sind unterrepräsentiert, sondern beispielsweise auch Kinder aus sozial schwachen Familien an Universitäten. Könnte da nicht vielleicht eine „Sozialquote“ bei der Vergabe von Studienplätzen helfen? Bzw. schon früher bei der Vergabe von Gymnasialplätzen?

Wenn nein, warum nicht? Selbst wenn man beide Ziele ausdrücklich teilt (Frauen in Führungspositionen, soziale Ausgewogenheit an Bildungseinrichtungen) – was macht das Mittel der Quote in dem einen Bereich sinnvoll und im anderen nicht?

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Von: Sammelmappe https://annalist.noblogs.org/post/2011/02/09/muhsam-nahrt-sich-das-quoten-hornchen/#comment-14916 Wed, 09 Feb 2011 17:22:37 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1421#comment-14916 Das ist eine gute Zusammenstellung zu dem Thema Quote. Und das Quotenhörnchen gefäll mir ausgesprochen gut: Das merke ich mir.

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Von: Sammelmappe » Blog Archive » Quoten-Hörnchen https://annalist.noblogs.org/post/2011/02/09/muhsam-nahrt-sich-das-quoten-hornchen/#comment-14913 Wed, 09 Feb 2011 17:14:29 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1421#comment-14913 […] Mühsam nährt sich das Quoten-Hörnchen – annalist Mit Links zu: […]

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Von: Frieda https://annalist.noblogs.org/post/2011/02/09/muhsam-nahrt-sich-das-quoten-hornchen/#comment-14909 Wed, 09 Feb 2011 15:57:13 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1421#comment-14909 Die ak hat zum Thema einen älteren Text von Frigga Haug (Paradoxien feministischer Realpolitik. Zum Kampf um die Frauenquote) online gestellt: http://bit.ly/gRhFcV

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