Kommentare zu: Über (Medien über) Frauen im Netz https://annalist.noblogs.org/post/2011/06/16/uber-medien-uber-frauen-im-netz/ Innenansichten Fri, 01 Jul 2011 12:20:21 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Von: Claudia https://annalist.noblogs.org/post/2011/06/16/uber-medien-uber-frauen-im-netz/#comment-27832 Fri, 01 Jul 2011 12:20:21 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1761#comment-27832 Ich bin alt genug und habe hier beim Lesen ein deja vu: Gab’s diese Diskussion nicht schon seit über 40 Jahren und zwar periodisch immer wieder neu aber gleich? …wenn eine neue Generation Damen herangewachsen ist.

]]>
Von: Feminismus, Genderdebatte und der Fußball… « weezerle https://annalist.noblogs.org/post/2011/06/16/uber-medien-uber-frauen-im-netz/#comment-27712 Thu, 30 Jun 2011 14:02:37 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1761#comment-27712 […] Anne Roth (annalist auf Twitter) kann ich Euch an Herz legen, bspw. mit diesem Artikel: “Über (Medien über) Frauen im Netz“. Über die Verlinkungen sollten interessierte Leserinnen und Leser sicherlich zu weiteren […]

]]>
Von: georgi https://annalist.noblogs.org/post/2011/06/16/uber-medien-uber-frauen-im-netz/#comment-26942 Wed, 22 Jun 2011 04:46:03 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1761#comment-26942 @Knut Hast recht, Knut… Habe das erst jetzt mitbekommen.

Bewußter Sexismus ist aber hier wahrscheinlich trotzdem nicht im Spiel. Können denn Computer und BWL-Modelle sexistisch sein?

]]>
Von: Knut https://annalist.noblogs.org/post/2011/06/16/uber-medien-uber-frauen-im-netz/#comment-26907 Tue, 21 Jun 2011 22:48:55 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1761#comment-26907 @georgi
Es ist eine bewußte Entscheidung der Wired Macher, sie der GQ beizulegen. So stellen sie das zumindest in ihrem eigenen Blog dar.
Eine Entscheidung, die ich nicht nur für sexistisch halte, was einigen Leuten vielleicht sogar egal wäre (den Kommentaren auf wired.de nach zu schließen), sondern auch für dumm, da sie nicht dem erklärten Zweck dienen kann, den potentiellen Markt zu erkunden(selbsterfüllende Prophezeiung, mangelnde Unterscheidbarkeit von GQ- und Wired-Verkaufszahlen, etc).

]]>
Von: liva2lox https://annalist.noblogs.org/post/2011/06/16/uber-medien-uber-frauen-im-netz/#comment-26896 Tue, 21 Jun 2011 21:05:12 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1761#comment-26896 @Michel
freut mich 🙂
Ich habe genetische Verhaltensursachen nicht ausgeschlossen, nur nicht betrachtet. Ich glaube tatsächlich nicht, dass genetische Faktoren ursächlich für komplexe soziale Verhaltensweisen sind. Es wurde (bislang) z.B. noch kein „ich muss brav sein“-Gen identifiziert. Aber darum geht es auch gar nicht.

Wir haben auch genetische Anlagen, jemandem, der uns anbrüllt (Chef, Kunde), eins auf die Nase zu geben. Der gute evolutorische Grund wäre Aggression, um zu überleben. Wir tun es aber nicht. Weil wir unser Verhalten steuern. Und das, was angemessen ist (als eine Grundlage dieser Steuerung) wird über soziales Feedback vermittelt.
Wieso sollte alles, was irgendwie auf genetische Faktoren zurückzuführen ist, auch per se erstrebenswert sein?

Lass uns doch einfach die Mechanismen ändern (übrigens m.E. operante Konditionierung & Lernen am Modell), und dann sehen wir, was noch übrigbleibt an tatsächlichen genetischen Unterschieden.

]]>
Von: Michel https://annalist.noblogs.org/post/2011/06/16/uber-medien-uber-frauen-im-netz/#comment-26785 Tue, 21 Jun 2011 08:50:01 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1761#comment-26785

Irene :
Aber die Schubladen Frauen / Männer betreibt in dem Fall die Medienbranche und nicht Anne. Ob die Zuordnung für die Leserschaft gemacht wird oder für die Anzeigenkunden, wäre eine spannendere Streitfrage.

@Irene: Davon gehe ich auch aus. Aber die GQ kümmert sich doch auch um Technik und so, jedenfalls gibt es auf der Webseite eine entsprechende Rubrik. Da passt die Wired doch wunderbar rein. Deswegen meinte ich ja, dass ich die Aufregung nicht verstehe. Ich beklage mich ja auch nicht, dass die Brigitte über, keine Ahnung, die Beziehungen und die Liebe berichtet und das somit zum „Frauenthema“ stempelt, obwohl ich mich auch für Beziehungsratgeber interessiere (Ja, tue ich.) Oder über Einrichtungsfragen. Oder über Kochrezepte.

Wo ist der Unterschied zwischen der Wired in der GQ und einer Beilage mit Schnittmustern in der Brigitte?

liva2lox :
@michel:
Kein Problem – ich bin noch nicht ‚mürbe‘
[…]
-> Dazu finde ich zwei Fragen sehr wichtig:
1. Warum verhalten sich Frauen eigentlich so, offenbar zu ihrem eigenen Nachteil? Hier spielt soziale Verstärkung sicher eine Rolle (das Verhalten, auf das positiv reagiert wird, wird erlernt) -> Konsequenz wäre, Verstärkung zu so ändern, damit sich Frauen mehr (stereotypisch) „männlich“ verhalten.
2. Wollen wir das wirklich so? Also in diesem Beispiel, dass sich derjenige, der sich aggressiver verhält, durchsetzt? Ich will das nicht uneingeschränkt -> Konsequenz wäre, Verstärkung so zu ändern, damit stereotypes „männliches“ Verhalten insgesamt gelöscht wird.

Freut mich, dass man sich hier so gut austauschen kann. Ich habe da durchaus schon oft andere Erfahrungen gemacht.

Hier gehst Du allerdings davon aus, dass dieser Unterschied im Verhalten von der Erziehung(, Du deutest Klassisches Konditionieren an,) abhängt und ignorierst die Möglichkeit, dass unterschiedliches Verhalten auch angeboren sein kann. Ich bin auf dem Gebiet kein Experte, glaube aber nicht, dass eines der Extreme („Alles ist angeboren.“ vs. „Alles ist erlernt.“) der Wahrheit nahe kommt. Es wird meiner Ansicht nach irgendwo dazwischen liegen (und zwar irgendwo nahe der Mitte, denke ich).

Natürlich ändert das nichts an der Frage, ob man durch geeignete Erziehung, Vorbildfunktion etc. die Geschlechterrollen einander angleichen sollte. Allerdings ist dies auch wirklich eine Frage, denn die Konsequenz einer, sagen wir, komplett „androgynen“ Erziehung betreffen ja nicht nur das Gehalt, sondern auch jegliches andere Verhalten. Denn stereotypisch männliches Verhalten gibt es schließlich ebenso wie stereotypisch weibliches und beides wäre danach weg. Wollen wir das? Ich bin mir nicht sicher.

]]>
Von: Angelika https://annalist.noblogs.org/post/2011/06/16/uber-medien-uber-frauen-im-netz/#comment-26600 Mon, 20 Jun 2011 17:30:06 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1761#comment-26600 @georgi – selbstverständlich plädiere ich seit mehr als 20 jahren dafür, dass auch/frauen diese sog. männer- und frauenzeitschriften woman-kottieren !
ich selbst mache es zumindest so.

und dank web kann ich als „vielleserin“ jetzt endlich problemlos und international/vielsprachig vieles lesen & sehen, was vor-web-zeiten einfach einen hohen logistischen aufwand erforderte bzw. oft fast unmöglich war. und sowieso, wenn frau nicht nahe oder in einer sog. grosstadt lebte.

@liva2lox – das ist ja mE auch ein thema/problem der selbst- und fremdwahrnehmung. wenn ich mich sachlich und fachlich so verhalte, wie ich es als notwendig sehe, dann haben damit mEn viele männer ein problem, weil sie dann nicht auf der fachlichen ebene bleiben (und mich als potenzielle erotikpartnerin taxieren).
ich bin nicht „aggressiv“ lediglich kompetent etc. das wird dann jedoch oft anders fremd-wahrgenommen (weil es „meiner tradionellen rolle als frau“ nicht entspricht ? my-foot) kein wunder, wenn ich dann „die einzige“ nicht nur auf der baustelle bin, und „die männer“ sich in ihrer männlichkeit gestört fühlen – im 21. jhd ?!

]]>
Von: georgi https://annalist.noblogs.org/post/2011/06/16/uber-medien-uber-frauen-im-netz/#comment-26589 Mon, 20 Jun 2011 16:34:50 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1761#comment-26589 An und für sich wäre es ja angebrachter, Frauenzeitschriften zu girl-cott-ieren. Sie konditionieren doch die Interessen der Frauen. Kochen, Lifestyle, Diäten, Mode, die Royals, Feminismus, Liebe, Familie, Wohnung, Garten, Esoterik, Gesundheit, Religion, Kinder, Ernährung etc. sind Themen von Frauenzeitschriften, und das in verschiedenen Abstufungen beginnend von „Frau mit Herz“ und endend bei „Brigitte“.

Was würden die Leserinnen dazu sagen, wenn in ihrer Zeitschrift Assembler-Code für den Atmel-Microcontroller auftauchen würde?

]]>
Von: liva2lox https://annalist.noblogs.org/post/2011/06/16/uber-medien-uber-frauen-im-netz/#comment-26576 Mon, 20 Jun 2011 15:18:58 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1761#comment-26576 @michel:
Kein Problem – ich bin noch nicht ‚mürbe‘
Ja, soweit stimme ich zu, aber ich ergänze noch:
– Die Fokussierung eines Themas auf den Fall ‚Frau‘ verengt nicht nur Frauen, sondern auch das Thema: Es geht dann nicht um allgemeine Aussagen zu z.B. ‚Technik‘, sondern um Aussagen zur ‚Technik in Bezug auf Frauen‘.
– Es gibt empirische Unterschiede, die einen systematischen Fehler im System nahelegen, z.B.: Frauen verdienen weniger als Männer in vergleichbarer Position & Qualifikation.
Wir können teilweise Ursachen ausmachen, die z.B. sein könnten: Frauen fordern weniger Gehalt und bekommen weniger geboten.
Eine naheliegende Möglichkeit ist, zu sagen, dass Frauen eben auch mehr Gehalt fordern müssen. Also sind sie ja ‚irgendwie auch selbst schuld‘.

-> Dazu finde ich zwei Fragen sehr wichtig:
1. Warum verhalten sich Frauen eigentlich so, offenbar zu ihrem eigenen Nachteil? Hier spielt soziale Verstärkung sicher eine Rolle (das Verhalten, auf das positiv reagiert wird, wird erlernt) -> Konsequenz wäre, Verstärkung zu so ändern, damit sich Frauen mehr (stereotypisch) „männlich“ verhalten.
2. Wollen wir das wirklich so? Also in diesem Beispiel, dass sich derjenige, der sich aggressiver verhält, durchsetzt? Ich will das nicht uneingeschränkt -> Konsequenz wäre, Verstärkung so zu ändern, damit stereotypes „männliches“ Verhalten insgesamt gelöscht wird.

PS: Link zu mehr:
http://wunstwerk.wordpress.com/2011/06/17/ich-bin-nicht-eine-frau-als-mensch/

]]>
Von: Irene https://annalist.noblogs.org/post/2011/06/16/uber-medien-uber-frauen-im-netz/#comment-26544 Mon, 20 Jun 2011 11:29:32 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=1761#comment-26544 Michael, es ist doch albern zu leugnen, dass sich GQ an Männer richtet. Es ist eine Zeitschift mit der Zielgruppe Männer (einer bestimmten Altersgruppe). Das schließt zwar nicht aus, dass das Heft auch manchmal von Frauen gelesen wird, so wie eben manches Brigitte-Heft auch von Männern gelesen wird. Aber die Schubladen Frauen / Männer betreibt in dem Fall die Medienbranche und nicht Anne. Ob die Zuordnung für die Leserschaft gemacht wird oder für die Anzeigenkunden, wäre eine spannendere Streitfrage.

]]>