Kommentare zu: Der Osten ist halt braun. …? https://annalist.noblogs.org/post/2012/01/01/der-osten-ist-halt-braun/ Innenansichten Thu, 12 Jan 2012 18:43:09 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Von: kurz und knapp – neue Links « Muetzenmaedel's Blog https://annalist.noblogs.org/post/2012/01/01/der-osten-ist-halt-braun/#comment-66461 Thu, 12 Jan 2012 18:43:09 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=2251#comment-66461 […] Der Osten ist halt braun. Immer schön wenn […]

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Von: Stefan https://annalist.noblogs.org/post/2012/01/01/der-osten-ist-halt-braun/#comment-63805 Wed, 04 Jan 2012 11:27:01 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=2251#comment-63805 Wie man angesichts der Wahlergebnisse der LINKEN in den neuen Ländern von einem „Braunen Osten“ sprechen kann ist mir ein Rätsel…

Da sind wohl die Proportionen abhanden gekommen…

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Von: Hobbydenker https://annalist.noblogs.org/post/2012/01/01/der-osten-ist-halt-braun/#comment-63427 Mon, 02 Jan 2012 22:28:08 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=2251#comment-63427 Ist der Osten braun oder malen ihn die Anstreicher nur so? Briefe zu („Der Terrorschock“)?

Hallo geehrte BloggerInnen,

in jedem Land sind terroristische Akte ein Zeichen, das etwas nicht richtig läuft. Nun, um das zu wissen, muss man weder Politiker noch einer politischen Bewegung anhängig sein. Aber eines könnte von jedem Bürger u. Bürgerin erwartet werden: Ein Land sollte seine Probleme mit seinen eigenen Stärken bekämpfen bzw. lösen.

Was ist die Stärke von der Bundesrepublik Deutschland? Wohl, weil es ein Land der Dicher und Denker ist?! Ein Ansatz ist die Verarbeitung eines Briefwechsels, der als e-book erschíenen ist (u.a. Kindle-Amazon). Wo die Wahrheit im Detail auch stecken mag…dieser unbekannte Indie-Autor beschäftigt sich dichterisch mit diesem Thema. Warscheinlich zum ersten Mal seit der Aufdeckung der Terrorserie im November 2011. In den Briefen wird auch auf den Osten der BRD eingegangen.

Wie auch immer, mit Dichten und Denken wurden bisher immer die größten Herausforderungen bewältigt (übrigens in vielen Ländern). Letzteres sollte auch im sogenannten “Land der Dichter und Denker” möglich sein. 🙂

mit besten Grüßen

euer Hobbydenker

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Von: Politik- und Medienanalyse Sachsen https://annalist.noblogs.org/post/2012/01/01/der-osten-ist-halt-braun/#comment-63382 Mon, 02 Jan 2012 18:49:08 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=2251#comment-63382 Ich möchte das irgendwie auch verdeutlichen:

Das vielgehasste kollektive Geborgenheitsgefühl in der DDR (welches trotz der Außenseiter-Erfahrungen von Bürgerrechtlern und aktiven Christen existierte und das gesell. Klima bestimmte), das weitgehende Fehlen der heutigen Konkurrenzsituation in den Arbeitsbeziehungen und die völlige Abwesenheit von Existenzangst im heutigen Verständnis, hat zu einer DDR-spezifischen Pazifierung der Individuen und der Herausbildung einer auf Gewaltlosigkeit bedachten kollektiven Intelligenz (auch in den von der DDR praktizierten internationalen Beziehungen) beigetragen. 1990 wurde genau DAS brutal enttäuscht bzw. aufgehoben, da mit den angelernten Persönlichkeitsmerkmalen ein erfolgreiches Leben im BRD-Kapitalismus anscheinend nicht mehr möglich war.

Es war auch ein Konflikt auf der Bewusstseinsebene bzw. der real existierenden Zustände, der seelische Not hervorgerufen hat. Wenn junge Menschen sahen, wie ihre Eltern massenhaft dem Alkoholismus verfielen und die Rente nicht mehr erlebten, dann hinterlässt das Spuren; die Verarbeitung und der Umgang damit hängen allgemein ab, von Persönlichkeitstyp, Art der frühkindlichen Bindung und von der Fähigkeit Emotionalität leben zu können.

Und: Die vielzitierten verdrängten negativen Gefühle, wie Wut, Ohnmacht und erlittene Kränkungen und Demütigungen sind kein DDR-spezifisches Problem. Im Gegenteil. Die zunehmend unerträglichen Konflikte spielen sich heute am Arbeitsplatz und in den zwischenmenschlichen Machtverhältnissen ab (z.B. in den SGBII-Bedarfsgemeinschaften) und nahmen in den letzen zwanzig Jahren immer zerstörerische Formen an. Man spricht nicht um sonst von Re-Feudalisierung (z.B. Oskar Negt, in „Arbeit und Menschliche Würde“). Die Trennung von Arbeit und Privatleben und die damit verbundenen Gegensätze, sind heute mindestens so epidemisch, mit dem Unterschied, dass ein Privatleben heute – wegen den inhumanen Ansprüchen an die Verwertung und Vernutzung der Arbeitskraft- oft gar nicht mehr stattfinden kann.

Die kulturindustrielle Bearbeitung der DDR-Sozialisation mit dem Ziel der (immer noch) boshaften Umdeutung, Ablenkung und Irreführung durch die unvermeidlichen Medien- und Kulturarbeiter, ist ein weiterer (krankmachender) Leidensfaktor. Auch dadurch leiden wir an Deutschland. Auch Linke leiden daran. Viele können oder wollen es nur nicht zugeben.

Politik- und Medienanalyse Sachsen
(RN)

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Von: Politik- und Medienanalyse Sachsen https://annalist.noblogs.org/post/2012/01/01/der-osten-ist-halt-braun/#comment-63361 Mon, 02 Jan 2012 16:29:51 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=2251#comment-63361 Die Ursachen für die verstärkte Bezugnahme auf xenophobes und nationalistisches Gedankengut nach der Wende in der DDR liegen überwiegend in der Wendezeit selbst und den gebrochenen Biografien. Das ist gesicherte Erkenntnis (siehe Hans-Joachim Maaz), die aber natürlich nicht zugelassen werden soll. Hier ein schöner Artikel aus dem Freitag dazu:

http://www.freitag.de/0534-heimatlos/?searchterm=Regine%20Igel

„Heimatverlust bei Ostdeutschen

Diesem Verständnis von Heimat folgt auch die Leipziger Psychologin Beate Mitzscherlich, die sich mit dem Heimatverlust von Ostdeutschen beschäftigt. Auch plötzliche Wechsel innerhalb eines politischen Systems lösen kulturelle und soziale Bindungen auf und schaffen eine konfliktreiche Situation der inneren Emigration. Für die Ostdeutschen, die nicht in den Westen des Landes zogen, ist zwar der lokale Bezug erhalten geblieben, doch die sozialen und kulturellen Zusammenhänge haben sich so stark verändert, dass sie für viele nicht mehr integrierend sind. Das Kollektiv in der DDR wurde von einer sozialen Differenzierung abgelöst, durch die Menschen mit derselben Bildung und derselben Herkunft auseinander gebracht wurden. Wie bei Migranten hat der Verlust stabiler Strukturen des „Kennen, Gekannt- und Anerkanntwerden“ (Mitzscherlich) auch bei vielen Ostdeutschen das innere Gleichgewicht erschüttert.

Nicht die Identifizierung mit dem Staat DDR, die bei den meisten gar nicht vorhanden war, sei, so Mitzscherlich, verloren gegangen, sondern die Identifizierung mit einer osteuropäisch geprägten Kultur. Viel Erlerntes, was die eigene Identität ausmachte, war plötzlich nichts mehr wert. Abwertungen werden dann durch überzogene lokale, regionale oder nationale Identifikation oder sogar durch den Anschluss an rechte Gruppen und Parteien, die Zugehörigkeit zu bieten scheinen, kompensiert. Von der verinnerlichten gewohnten Kultur abgeschnitten zu sein und sich in der neuen aufzulösen, kommt einem Identitätsverlust gleich“

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Von: Michel https://annalist.noblogs.org/post/2012/01/01/der-osten-ist-halt-braun/#comment-63295 Mon, 02 Jan 2012 08:33:25 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=2251#comment-63295 Danke für die Hinweise.

Kleine Anmerkung: „Da gibt’s nicht viel zu rechnen: wo hat er länger gelebt? Was hat ihn stärker beeinflusst?“

Naja, 16 Jahre Kindheit und Jugend beeinflussen ‚möglicherweise‘ schon stärker als die folgenden 23 Jahre, zumindest ist die zweite Frage nicht ganz so eindeutig zu beantworten wie die erste. Davon unbenommen gebe ich Dir Recht, dass pauschal eine wie auch immer geartete Beeinflussung durch die ersten 16 Jahre zu postulieren ebenfalls Humbug ist. 🙂

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Von: Thomas_U https://annalist.noblogs.org/post/2012/01/01/der-osten-ist-halt-braun/#comment-63229 Sun, 01 Jan 2012 23:55:19 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=2251#comment-63229 Danke!

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Von: Hirnrollator » Blog Archiv » über’n Weg gelaufen … https://annalist.noblogs.org/post/2012/01/01/der-osten-ist-halt-braun/#comment-63157 Sun, 01 Jan 2012 17:27:13 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=2251#comment-63157 […] … Fnord-Jahresrückblick Top 10 Urban Artists 2011 Ethan Murrow’s Graphitzeichnungen Der Osten ist halt braun. …? Made In China – Portrait Made of 5.500 Toy Soldiers Verfassungsschutz als rechtsfreier Raum Die […]

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Von: Bernd https://annalist.noblogs.org/post/2012/01/01/der-osten-ist-halt-braun/#comment-63152 Sun, 01 Jan 2012 17:02:24 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=2251#comment-63152 Ich habe 36 Jahre in der DDR gelebt und wenn ich nicht ehemalige DDR Bürger höre wie sie über das Leben in der DDR erzählen bin ich von ihren analytische Fähigkeiten beeindruckt.
Jetzt in der Dauerkrise, die DDR kann keine Schuld haben es geht um Europa, werden wohl langsam einige aufwachen und merken das sie nicht Gewinner der System – Auseinandersetzung sind sondern einfach übrig geblieben sind.
Ich habe erlebt wie nach der Wende die Wessis eingefallen sind und uns zeigen wollte wie richtig gekackt wird. Treue SED Anhänger wie der DDR-CDU nun mal war wurde von der WEST-CDU assimiliert und waren auf einmal die Guten.
38% der CDU Mitglieder sind über 66 Jahre alt. In 20 Jahren ist ein Großteil der Probleme auf natürliche weise gelöst.
Übrigens die NPD Führer im Osten kommen größtenteils aus den westlichen Bundesländer.

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