Digital Gap – annalist https://annalist.noblogs.org Innenansichten Tue, 07 Jan 2025 23:12:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Ich bin käuflich https://annalist.noblogs.org/post/2024/04/12/ich-bin-kaeuflich/ Fri, 12 Apr 2024 11:37:43 +0000 https://annalist.noblogs.org/?p=4460 Weiterlesen ]]> Fliegende Möwe vor blauem HimmelNach zehn Jahren im Bundestag arbeite ich wieder unabhängig und freiberuflich und freue mich über Aufträge und Einladungen, bei Euch zu sprechen oder für Euch zu schreiben.

Als Referentin für den Digitalausschuss und vorher den NSA-Untersuchungsausschuss war es meine Aufgabe, ein breites digitalpolitisches Themenspektrum zu analysieren und zu bewerten. Ich arbeite mich gern in aktuelle Themen ein und habe viel Erfahrung darin, komplexe Themen für verschiedene Zielgruppen verständlich zu erklären.

Themen

Dabei interessieren mich vor allem Fragen rund um Grundrechte und Digitalisierung. Dazu gehören zum Beispiel

  • Digitale Teilhabe und Digital Gap: Wer profitiert von Digitalisierung und wer wird abgehängt? Wessen Perspektive fehlt? Was müsste passieren, damit alle teilhaben können?
  • Digitale Gewalt: Mit diesem Thema beschäftige ich mich seit vielen Jahren und betrachte dabei vor allem den sozialen Nahraum. Wie verstärkt Digitalisierung Gewaltbeziehungen? Welche Gesetze spielen eine Rolle? Stichworte hier sind etwa Online-Stalking, Stalkerware, Mini-Kameras, Revenge-Porn, IoT.
  • Digitale Innenpolitik: Überwachung, Geheimdienste, Crypto-Wars – die klassischen Themen der Netzpolitik
  • Digitale Sicherheit aus Nutzer*innen-Perspektive: Ich habe mehrere Jahre für die NGO ‚Tactical Tech‘ Menschenrechts-Aktivist*innen und Journalist*innen beraten. Nutzer*innen wird die Verantwortung für ihre eigene IT-Sicherheit oft allein aufgebürdet, aber wo finden sie Unterstützung?
  • Als Mitgründerin der Speakerinnen-Liste interessieren mich aber auch Lösungen, denn ich habe das Versprechen des Internets noch nicht ganz aufgegeben: Mit Offenheit, Kollaboration, Partizipation kann Technik dabei helfen, mehr Nutzen für alle zu schaffen. Ich bin überzeugt: Eine bessere Digitalisierung ist möglich. Auch darüber spreche und schreibe ich gern.

Ihr wünscht Euch ein Thema, das nicht hier steht? Lasst uns drüber reden.

Beratung

In zehn Jahren im Parlament habe ich viel über den Politikbetrieb gelernt und dieses Wissen gebe ich gern weiter.

Kontaktiert mich, wenn Ihr

  • wissen wollt, wie Ihr politische Ideen und Forderungen dort loswerden könnt, wo sie parlamentarisch etwas verändern können
  • besser verstehen wollt, wie Bundestag, Fraktionen und Regierung funktionieren, damit Ihr Euch überlegen könnt, wer für Euch die richtigen Ansprechpartner*innen sind und welche Methoden Ihr dafür braucht
  • Tipps für erfolgreiche Presse-Arbeit braucht
  • eine Kampagne plant und Unterstützung braucht, Eure Inhalte so an die Adressat*innen zu kommunizieren, dass sie dort auch richtig ankommen.

Vorträge und Moderation

Ich halte seit vielen Jahren Vorträge, gestalte Seminare und moderiere Panels. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte: Hier gibt es einige Videos davon. Ladet mich gern ein.

Recherchen, Studien, Projekte, Text

Gute Fragen verdienen mehr Zeit und Recherche. Ihr hättet gern eine Ausarbeitung zu einem bestimmten Thema? Oder Hilfe, das Thema besser zu definieren? Sprecht mich gern an. Ich schreibe alles zwischen 140 und 14.000 Zeichen. Manchmal auch mehr.

Kontakt

Mail: anneroth+anfrage at posteo.net
Threema: R6VC5KV3

 

Das Kleingedruckte

Weil auch ich eine Berliner Miete zahlen muss, kann ich gelegentlich pro bono arbeiten, aber im Regelfall kostet meine Arbeitszeit Geld. Wieviel, ist immer Verhandlungssache.

Ihr vergebt einen Job, aber nur in Festanstellung? Let’s talk.

Aus Gründen der Lesbarkeit verwende ich hier nur duzende Formulierungen. Ich duze nicht alle Menschen: Wenn Sie lieber gesiezt werden, fühlen Sie sich bitte mitgemeint.

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Er Sie Es bloggt – The Sequel https://annalist.noblogs.org/post/2010/08/31/er-sie-es-bloggt-the-sequel/ https://annalist.noblogs.org/post/2010/08/31/er-sie-es-bloggt-the-sequel/#comments Mon, 30 Aug 2010 23:05:00 +0000 http://annalist.noblogs.org/?p=809 Weiterlesen ]]> Es schwappt wieder eine kleine Welle von Artikeln zum Digital Gap zwischen Bloggerinnen und Bloggern durchs Netz. Mit einem Seitenstrang dazu, warum das Thema Netzneutralität kaum weibliche Unterstützung findet. Hier nochmal als (sicher unvollständige) Übersicht und im Zusammenhang:

Katrin Strohmaier / taz: Blogs von Frauen. Wie im echten Leben

Die meisten Blogs im Netz stammen von Frauen. Doch wenn sie gehört werden wollen, gelten sie als karrieregeil.

Im Netz hätte alles anders werden können: Mehr Gleichbehandlung, eine Loslösung von alten Geschlechterrollen. Doch das Internet ist ein von Männern dominiertes Medium, wie eine aktuelle Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen nahelegt: In Deutschland sind 79 Prozent der Männer und nur 65 Prozent der Frauen online. In den „deutschen Blogcharts“ befinden sich die wenigen Bloggerinnen, die eine eigene Seite betreiben, auf den hinteren Rängen.

Robert Basic / written in basic: Weibliche Blogger. Wenn man glaubt, nichts zu sagen zu haben

die TAZ hat einen Artikel veröffentlicht, der sich mit weiblichen Bloggern beschäftigt: “Wie im echten Leben“. Vieles, was ich dort lese, kann ich aus eigenen Erfahrungen über zahlreiche Gespräche mit weiblichen Bloggern aus den vergangenen sieben Jahren bestätigen.

engl@absurdum: ausgeleiert

die alte leier, immer wieder noch und noch und noch einmal: warum werden bloggerinnen nicht gelesen? oder, nein! anders noch und viel schlimmer eigentlich: warum glauben bloggerinnen, nichts zu sagen zu haben? ich kann das nicht mehr hören, auch nicht mehr so richtig ernst nehmen. die ewige suche nach dem topthema, nach der topverlinkung, dem toplistenplatz. das ist bullenreiten, weiter nichts. pappmasché. und plastikpolitik.

das leben aber, der alltag, wird aus stein geschlagen. das ist ein stier. und davon liest man in den ach so verachteten tagebüchern.

Violandra Temeritia von Ávila / Deus ex machina – FAZ: Exakt neutral – Ohne Frauen bleibt die Netzpolitik blass

Das Mauerblümchen, zart verwurzelt und hold umworben, steht adrett frisiert in der Augustsonne des Bolzplatzes und wartet auf die Mädchen. Doch die Mädchen kommen nicht. Die Bälle fliegen unbeobachtet ins Netz und sammeln sich verschlafen am Boden des Tores. Ein Abzug mit Wucht, der bei Aufprall das Netz in Spannung versetzt und die Kaninchen am Spielfeldrand aufhorchen ließe, gelingt nicht in dieser altersmüden, einseitig trainierten Mannschaft. Der Platzwart hat neben dem Blümchen gut sichtbar ein Schild platziert: INITIATIVE PRO NETZNEUTRALITÄT.

Helga / Mädchenmannschaft: Frauen als Farbtupfer der Netzpolitik?

Die Debatte um Netzneutralität, Netzpolitik und die Beteiligung von Frauen schlägt weiter Wellen, heute im FAZ-Blog Deus Ex Machina. Denn bei der Initiative Pro Netzneutralität finden sich unter den Erstunterzeichner_innen sehr wenig, unter den späteren Unterzeichner_innen wenig mehr Frauen. Warum, warum, warum?

politik.de: Bloggen Frauen anders?

In der letzten Blogschau wurde eine weibliche Bloggerin zitiert. Was daran besonders ist? Es ist zuvor kaum aufgefallen, dass in den letzten Beiträgen nie Frauen mit ihren Blogs zu Wort kamen. Warum das im politik.de Blog so ist und warum Frauen in der politischen Blogosphäre nur selten vertreten sind – um das zu klären, dafür werfen wir einen Blick in die Online-Tagebücher beiderlei Geschlechts.

Vera Bunse / Carta: Bloggen Frauen anders?

Politik.de fragt in seiner Blogschau: “Ist es sinnvoll, in einem Medium, in dem Geschlechterdefinitionen weitaus fließender sind als in der realen Welt, in Kategorien wie „männliche Blogs“ und „weibliche Blogs“ zu denken?”

Definitiv mein Favorit in dieser Serie:

Antje Schrupp / Aus Liebe zur Freiheit: Frauen bloggen anders. Anders als wer?

Bloggen Frauen anders? Das Thema, das derzeit in diversen Blogs diskutiert wird (Carta, Politik.de) usw. – beim Googlen fand ich übrigens, dass das schon seit 2006 oder so immer mal wieder als Thema vorkommt), interessiert mich gewissermaßen aus historischen Gründen. Ich habe nämlich in meiner inzwischen 25-jährigen Laufbahn als Journalistin ebenfalls diverse Artikel zum Thema „Dingsen Frauen anders?“ geschrieben, allerdings liegt das schon eine Weile zurück.

Inzwischen frage ich bei so etwas immer zurück: Anders als wer? Und wenn dann die Antwort kommt: Na, anders als Männer! – winke ich dankend ab. Mag sein, mag nicht sein, interessiert mich nicht.

Vera Bunse / …Kaffee bei mir?: Bin ich eine Nutte?

In Ich! Ich! Ich! habe ich im Januar eine Art persönlicher Bilanz gezogen. Darin kam ich zu dem Schluß, daß Klappern, also die Erzeugung von Aufmerksamkeit, wichtig ist, um in der Blogwelt wahrgenommen zu werden. Diese Wahrnehmung ist wiederum wichtig, um Dinge, die mir am Herzen liegen, zumindest zur Diskussion zu stellen.

Piratenweib / mit piratigen Grüßen: Bloggende Frauen? Gibt’s nicht

Wenn mensch sich so im Internet umschaut, ist der Gedanke nicht fern, dass es keine bloggenden Frauen gibt. Und das liegt nicht nur daran, dass nur wenige von Frauen geführte Blogs bei den sog. “Alphabloggern” verlinkt sind, sondern auch daran, welche Bloggerinnen wie präsentiert werden und welche eben nicht.

Julia Korbik / cafebabel.com: Politik-Bloggerinnen: “Ellenbogen, klappern, laut sein, ‘hier’ schreien”

Frauen bloggen über Mode, Stricken und das Mutterdasein. Für Politik interessieren sie sich kaum und überlassen dieses Thema den männlichen Bloggern. Ein Eindruck, der sich zumindest beim Blick auf Blogrankings ergibt. Bloggen Frauen tatsächlich weniger über Politik? Bloggen sie „schlechter“ über Politik? Spurensuche in der deutschen und französischen Bloggerszene.

Und dann gibt es einen interessanten neuen Trend im digitalen Kaffeeklatsch: Womöglich stimmt das alles gar nicht, weil die Blogcharts veraltet sind. Dazu nochmal einige Überlegungen von Robert Basic.

Und einen neuen kleinen Skandal: Auch die Flattr-Charts sind frauenfrei (quasi). Jedenfalls die von Carta. Gibt es noch andere? In dem Kontext würde mich gleich noch interessieren, was eigentlich der Hintergrund davon ist, dass sich so viele Menschen berufen fühlen, ihre Flattr-Ergebnisse detailliert zu bloggen. Und weiter, warum sowas geflattr’t wird. Schließlich: wer braucht Flattr-Charts? Wozu?

(Ich sag’s schonmal gleich: Hier wird moderiert. Bisher habe ich fast alles stehengelassen, aber diesmal liegt der Schwerpunkt auf konstruktiven Kommentaren.)

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